Domenico Sutera
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Haftungsfalle Altersvorsorge: Altersvorsorgekonzept für Arzthelferinnen bei niedergelassenen Ärzten

Niedergelassene Ärzte sind um jede medizinische Fachkraft dankbar. Unterstützung beim Aufbau einer Altersvorsorge kann ein wesentliches Instrument der Personalgewinnung sein. Dabei gibt es einiges zu beachten.

Der Fachkräftemangel in Deutschland ist groß. Gerade medizinisches Fachpersonal ist heutzutage kaum verfügbar. Die Unterstützung beim Aufbau einer Altersvorsorge ist eine gute Möglichkeit, ausgebildete Fachkräfte in die Praxis zu holen. Hierfür existiert auf der Basis eines Tarifvertrages bereits seit dem Jahr 2002 ein wichtiges Vehikel. Seither wurde der Tarifvertrag weiter verbessert und modifiziert. Laut aktueller Fassung (Stand 2016) kann der Arzt als Arbeitgeber durch Einrichtung eines „arbeitgeberfinanzierten Teils“, sowie weiterer Zuschüsse bei Eigenbeteiligung der Arbeitnehmer selbst (Entgeltumwandlung) hervorragend punkten. So können neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchaus motiviert werden.

Altersvorsorge als Möglichkeit zur Gewinnung von Fachpersonal

In der Realität lassen Ärzte diese hervorragende Möglichkeit leider häufig gänzlich außer Acht. Viele der 95.000 Arztpraxen in Deutschland setzen den Tarifvertrag nicht um, wollen sich – eventuell bewusst – nicht beteiligen oder bieten Fachkräften keine Möglichkeit zur Altersvorsorge an. Das könnte haftungsrechtliche Folgen haben. Zwar ist der Tarifvertrag (wie auch der Gehalts- und Manteltarifvertrag) nicht allgemeinverbindlich. Er gilt aber obligatorisch unmittelbar und sogar zwingend, sobald sowohl der Arbeitgeber Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten (AAA)  ist als auch die Fachangestellten oder Arzthelferin. Demnach kann eine Fachkraft darauf bestehen und beispielsweise den Arbeitgeberbeitrag nach § 2 Abs. 1 Buchstabe b) des Tarifvertrages fordern: Vollzeitbeschäftigte haben nämlich (inklusive bzw. anstelle einer Vermögenswirksamen Leistung) einen arbeitgeberfinanzierten monatlichen Beitrag in Höhe von 76 Euro zu erwarten. Jährlich sind das 912 Euro. Zusätzlich könnten Arbeitnehmer einen weiteren Zuschuss des Arbeitgebers bekommen, nämlich bis zu 20 Prozent des eigenen aufgewendeten monatlichen Beitrages für eine Entgeltumwandlung.

Haftungsfallen entgehen

Eine intelligente Lösung für den Arzt als Arbeitgeber die beschriebenen Haftungsfallen zu umgehen und sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren, zeigen die hier aufgeführten Varianten und Tabellen.

Variante eins: Nur der „reine“ Arbeitgeberbeitrag – pure Motivation

Die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer bekommen ohne eigenes Zutun einen Vertrag in Form einer Direktversicherung nach § 3 Nr. 63 EStG eingerichtet. Der Arbeitgeber zahlt den tariflich vorgesehenen Beitrag zum Beispiel nach Vollendung der Probezeit in Höhe von monatlich 76 Euro ein. Sie selbst müssen nichts dazu beitragen.

Variante zwei: Arbeitgeberbeitrag plus Eigenbeitrag der Arbeitnehmerin plus Zuschuss

Mit einem relativ moderaten Arbeitgeberzuschuss kann der Arzt den Arbeitnehmerbeitrag aufstocken. Schon im  Vorstellungsgespräch kann der Arzt auf den Versorgungbaustein hinweisen. Damit schafft er einen echten Mehrwert als zukünftiger Arbeitgeber.

Beispiel:
Arbeitgeberbeitrag in Höhe von monatlich 76 Euro; plus „Eigenbeitrag“ der Arbeitnehmerin von (Brutto) 19 Euro; plus weiteren Zuschuss des Arbeitgebers von mindestens zehn Euro = Gesamtbeitrag monatlich von 105 Euro.
Aufgrund der steuer- und sozialabgabenersparnis des Eigenbeitrages der Arbeitnehmerin kostet sie dies netto monatlich nur zehn Euro (zehn Euro zahlen; 105 Euro Gutschrift im Direktversicherungsvertrag)

Die Tabelle verdeutlicht, je mehr Eigenbeitrag der Arbeitnehmerin, umso höher der Gutschrift-Effekt.


Der Tarifvertrag schlägt Produktgeber für diesen Ansatz vor. Aber natürlich kann der Arzt frei entscheiden, welchen Produktgeber er für die Umsetzung wählt. Präferiert wird hier der Durchführungsweg einer Direktversicherung § 3 Nr. 63 EStG.Adäquates Produkt mit Sicherungseffekt

Die LV 1871 bietet auf Basis einer fondsgebundenen Rentenversicherung (Performer Flex) ein absolut passendes Direktversicherungsprodukt an. Wichtig hierbei ist die Garantie eines 100-prozentigen Beitragserhalts, was das Produkt bietet. Warum? Am Ende der Vertragslaufzeit ist somit immer gewährt, dass mindestens die eingezahlten Beiträge des Arztes, als auch die Entgeltbestandteile (Eigenbeitrag) der Arbeitnehmerin wieder zur Verfügung stehen, zu 100 Prozent gesichert. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Ausgezeichnete Investmentfondsauswahl renommierter Gesellschaften
  • Anpassungen des individuellen Portfolios kostenlos möglich
  • Exklusive Lösungen wie zum Beispiel die Expertenpolice oder ETF-Portfolio Plus
  • Risikokontrolle durch automatisches, jährliches Rebalancing (Ausgleichsmanagement)
  • Flexibles Garantiekonzept passend zur persönlichen Anlagementalität
  • Anlauf- und Ablaufmanagement möglich
  • Teilweise oder komplette Absicherung des Guthabens zum Rentenbeginn möglich
  • Volle Flexibilität durch die vier individuellen Auszahlungsoptionen 4flex
  • Monatlicher Beitrag oder Einmalzahlung möglich
  • BUZ 3.000: Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit bis 3.000 Euro Gesamtjahresbeitrag ohne Risikofragen möglich
  • Hinterbliebenenschutz durch sehr lange Rentengarantiezeiten möglich
  • Erhöhte Rente im Pflegefall oder x-mal mehr Rente bei schwerer Krankheit möglich
  • Informationen jederzeit transparent unter www.meinepolice.com

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