Anja Schöne
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Fünf Fragen an … Dr. Andreas Beck: Breit gestreut anlegen mit ETFs

Andreas Beck hat das ETF-Portfolio Plus gemeinsam mit der LV 1871 entwickelt. Die Besonderheiten der Fondslösung erklärt er im Interview. Im Mai gibt er sein ETF-Know-how zusätzlich in drei Webinaren an LV 1871 Geschäftspartner weiter.

Herr Beck, was sind die Vorteile von Exchange Traded Funds (ETF)?

Dr. Andreas Beck: Damit sich Geld vermehren kann, muss es Unternehmen aus der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden. Sie fragen Investitionskapital nach und entlohnen den Investor durch eine Beteiligung an den Erträgen. Gibt der Investor Fremdkapital, so wird er über Zinsen entlohnt. Gibt der Investor Eigenkapital, so wird er direkt Miteigentümer des Unternehmens. Will ein Anleger jetzt breit gestreut in einem Wirtschaftsraum anlegen um diese Form der Marktrenditen einzusammeln, dann sind ETF das ideale Instrument.

Was unterscheidet einen ETF von einem aktiv gemanagten Fonds?

Dr. Andreas Beck: Ein ETF kauft alle Unternehmen, die in einem gegebenen Index sind. Die Indizes wiederum bilden eine bestimmte Anlageform in einem gegebenen Wirtschaftsraum ab. Ein ETF auf den Aktienindex MSCI Europe investiert zum Beispiel in alle größeren Unternehmen aus europäischen Industriestaaten. Ein aktiver Fonds wählt hingegen nur die Aktien aus, die er für besonders chancenreich hält. Das Ziel des aktiven Aktien Europa Fonds ist nicht den MSCI Europe abzubilden, sondern ihn durch aktives Management zu schlagen.

Sie haben das ETF-Portfolio Plus gemeinsam mit der LV 1871 entwickelt. Auf Basis welcher Erkenntnisse und Faktoren haben Sie das Konzept zusammenstellt?

Dr. Andreas Beck: Indizes wie der MSCI Europe stellen eine Art dar, einen Markt abzubilden. Aber aus meiner Sicht gibt es noch bessere Alternativen. Die Kapitalmarktforschung ist hier deutlich weiter, als es diese Indizes darstellen. Der MSCI Europe gewichtet vereinfacht gesprochen immer die Unternehmen am höchsten, die gerade am teuersten sind. Damit läuft man einerseits blind in jede Blase, andererseits werden zum Beispiel Small Caps, also mittelständische Unternehmen, gar nicht berücksichtigt. Die Besonderheit der ETF-Portfolio Plus ist dagegen, der Anspruch in die Weltwirtschaft möglichst effizient und umfassend zu investieren. Das beeinflusst zum einen die Auswahl der Bausteine, zum anderen die Zusammensetzung der Bausteine.

Das ETF-Portfolio Plus gibt es in zwei Variante: dynamisch und ausgewogen. Welches der Portfolios ist für welchen Anlegertyp geeignet?

Dr. Andreas Beck: Das hängt von der Risikobereitschaft des Anlegers ab. Je länger der Anlagehorizont ist, desto attraktiver ist aber die Variante Dynamisch. Das gilt insbesondere bei Sparplänen.

Sie blicken auf langjährige Erfahrung bei der Bewertung von institutionellen Portfolios und Kapitalmarktfragen zurück. Welche Tipps können Sie Vermittlern geben, die ihre Kunden zum Thema Investment noch besser beraten wollen?

Dr. Andreas Beck: Geld in ein gemischtes Aktien-Anleihen-Portfolio zu investieren, hat nichts mit Spekulation zu tun. Die Weltwirtschaft fragt Kapital nach und ist bereit dafür zu bezahlen. Der Staat bietet hier auch keine Alternative, da auch er nur von den Erträgen der Wirtschaft über sein Steuermonopol lebt. Am Ende hängt sowieso alles davon ab, dass die Weltwirtschaft nicht untergeht, dann kann man auch direkt dort investieren.

Jetzt anmelden: Webinare mit Andreas Beck im Mai

Im Mai gibt Dr. Andreas Beck in drei Webinaren (ein Weiterbildungspunkt) sein ETF-Know-how an Geschäftspartner der LV 1871 weiter. Darin erfahren Sie mehr zu den Hintergründe des ETF-Portfolio Plus und zur Ansprache Ihrer Kunden. Sie können sich direkt im Partnerportal für die Seminare anmelden.

 

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